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Das Open-Window-Phänomen

 

Wie zu wenig Regeneration nach dem Sport

das Infektionsrisiko steigern kann

 

 

Sport ist gesund!

Wer zwei- bis dreimal in der Woche 45-60 Minuten Ausdauersport betreibt, ist nicht nur fitter, schlanker und gut gelaunt, sondern auch weniger infektanfällig. Denn Sport, der Spaß macht, baut Stress ab, schüttet Glückshormone aus und bringt Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht.

 

Zu viel sportlicher Ehrgeiz, übermäßige körperliche Belastung und psychischer Stress kann aber genau das Gegenteil bewirken und das Immunsystem schwächen.

So zeigte eine Untersuchung, dass beim Los-Angeles-Marathon von den Startern eine Woche nach dem Wettkampf 14% an Erkältungen und grippalen Infekten litten. Wohingegen bei den Nichtstartern (= gesunde Absager) lediglich 2% mit den lästigen Symptomen zu kämpfen hatten.

 

Der Körper benötigt nach jeder sportlichen Aktivität eine Erholungspause,

damit er sich regenerieren kann. Diese Regenerationsphase ist wichtig für die Muskulatur, aber auch, um erschöpfte Energiespeicher wieder aufzufüllen, das durch die Belastung beanspruchte Immunsystem zu stärken und die vermehrt gebildeten freien Radikale abzubauen. Bei normaler sportlicher Tätigkeit braucht der Körper dafür ein bis zwei Tage.

 

Ein sich ständig wiederholendes Sportprogramm ohne vollständig abgeschlossene Regeneration ist einer der häufigsten Fehler im Sport.

Nicht nur die sportliche Leistungsfähigkeit wird durch eine unzureichende Regeneration gemindert, sondern auch die Abwehrkräfte leiden. Untersuchungen haben gezeigt, dass gerade nach mehrstündiger sportlicher Belastung die Anzahl der für die Abwehr zuständigen weißen Blutkörperchen (Lymphozyten und natürliche Killerzellen) für eine gewisse Zeit unter das Ausgangsniveau abfallen. Krankheitserregern wird damit praktisch ein ‚Fenster zum Körper’ geöffnet. In der Sport- und Präventivmedizin spricht man dann von einem ‚Open-Window-Phänomen’.

 

Besonders betroffen vom Open-Window-Phänomen sind Spitzensportler. Vor allem während der Wettkämpfe besteht für sie die Gefahr, sich körperlich zu überfordern und dadurch ihre Immunabwehr zu schwächen. Doch auch ambitionierte Freizeitsportler können die Auswirkungen der Phänomens zu spüren bekommen. Meist sind Infekte der oberen Atemwege die Folge.

 

Grundlage für die Erhaltung der Gesundheit beim Sport ist zunächst das angemessene Training, in dem die Leistung langsam gesteigert und auf ausreichende Regenerationspausen geachtet wird. In der Regel soll nicht häufiger als drei- bis viermal in der Woche trainiert werden. Nach dem Training empfiehlt es sich, gleich warm zu duschen und die Haare anschließend gut zu trocknen. Regelmäßige Saunabesuche oder Wechselduschen können vorbeugend gegen Erkältungen und grippale Infekte wirken. Da auch psychischer Stress die Funktionen der Immunabwehr beeinflussen kann, sollte der Sport nicht zu verbissen betrieben werden. Autogenes Training oder andere Entspannungsübungen können für die dafür erforderliche Gelassenheit förderlich sein. Zudem ist es für die Regeneration von Nerven und Psyche wichtig, sich Entspannung und ausreichend Schlaf zu gönnen. Je intensiver die sportliche Aktivität, desto größer ist der Energie- und Nährstoffbedarf des Körpers. Besonders wichtig sind die Kohlenhydrate, die vor allem in Getreide und Kartoffeln zu finden sind. Bei intensiveren Trainingseinheiten sollte auch an die Einnahme von Mikronährstoffen wie Vitamin C, E, Zink, Selen und Magnesium gedacht werden, um das Risiko von Infekten zu mindern. Außerdem gibt es Wirkstoffe wie Echinacea (Sonnenhut) und homöopathisch aufbereitetet Influenzinum–Nosode, die das Immunsystem anregen und damit prophylaktisch gegen Erkältungskrankheiten wirken können. An anstrengenden Trainings- oder Wettkampftagen kann die Einnahme eines solchen Immunmodulators helfen, die immunologische Lücke nach sportlicher Belastung zu überbrücken.

 

Wenn man jedoch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erkrankt ist, hilft nur eins: Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder Fieber muss das Training unterbrochen werden. Hier heißt es abwarten, Tee trinken und sich auskurieren! Denn bei einem Infekt sollte das Training erst fortgesetzt werden, wenn man wieder fit ist, um das Immunsystem nicht noch mehr zu belasten!

 
 

 

Fitmacher für das Immunsystem

-          moderates Ausdauertraining

-          ausreichende Ruhepausen zwischen den

Trainingseinheiten

-          ausgewogene Ernährung

-          evtl. Spurenelemente- und Vitamin-Substitution

(Vitamin C+E, Selen, Zink, Magnesium)

-          pflanzliche oder homöopathische Immunmodulatoren

-          Spaß an der Sache/ Spaß am Sport

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Firma meta Fackler